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02.09.10 Wald- und Papiertag am 4.9. auf dem Kohlmarkt
Geschrieben von: Stefan Böhme (Greenpeace Braunschweig)   

papiertag

Papier ist in unserem Alltag allgegenwärtig,
ob als Brief, Buch, Zeitschrift, Kaffeefilter, Milchkarton, Büropapier oder Taschentuch. Doch im gleichen Tempo, wie die Papierberge wachsen, schwinden die Urwälder. 80 Prozent sind bereits vernichtet, und der verbliebene Rest wird weiterhin für unseren Papierhunger zerstört. Für den Schutz, der noch verbliebenen Urwälder, gibt es nur eins: Weniger Papier verbrauchen und mehr Recyclingpapier verwenden. Und jeder kann dabei mithelfen. Denn wer Recyclingpapier kauft, spart Energie und Wasser, senkt die Emissionen, entlastet das Abfallaufkommen und schont den Wald.

Wo man ganz einfach Papier sparen kann, wie Recycling-Papier hergestellt wird, und was unser Papier mit dem Urwald zu tun hat? Dies können Sie einfach und unterhaltsam herausfinden, am Samstag, den 4.9., von 11 bis 17 Uhr auf dem Braunschweiger Kohlmarkt beim “Wald- und Papiertag”. Greenpeace Braunschweig lädt mit zahlreichen Spiel- und Wissensstationen zum Entdecken und Ausprobieren ein, für alle von 5 bis 99 Jahren. Mit dabei sind unter anderem:

  • Recyclingpapier selbst herstellen
  • sich als Urwaldtier schminken lassen
  • Wissensrätsel lösen
  • Falten, Basteln, Malen
  • Urwaldkino

Und für alle, die vor allem Hintergrundwissen wollen: Info-Tafeln, Broschüren zum Mitnehmen, Dokumentationen und nicht zuletzt unsere Experten vor Ort mit Tipps für Haushalt und Büro. Eine Anmeldung ist nicht nötig, einfach Vorbeikommen und Mitmachen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Braunschweiger Recyclingpapier-Ratgeber.

Weitere Infos, auch zu anderen Themen finden Sie unter:
http://www.greenpeace-braunschweig.de/

 
02.09.10 Wegkreuzung - entweder Kollaps oder Durchbruch
Geschrieben von: Helmut Käss   

Vom 25.-30. August 2010 fand der 19. IPPNW-Weltkongress (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) "Atomare Epidemie bedroht die Menschheit" in der Universität Basel in der Schweiz statt. Braunschweiger Ärztinnen und ich haben am Kongress teilgenommen.

Die International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) sind eine internationale medizinische Organisation mit Zehntausenden Ärztinnen und Ärzten sowie Medizinstudierenden in über 60 Ländern aus fünf Kontinenten, die sich alle zwei Jahre auf einem Weltkongress treffen. 800 Ärzte und Medizinstudierende aus 60 Ländern und fünf Kontinenten haben die Prävention eines Atomkrieges zu ihrer vordringlichsten Aufgabe erklärt, so die Presseerklärung.

Die nukleare Gefahr der Selbstauslöschung wird wieder größer, die Klimaerwärmung führt zu immer dramatischeren Wetterextremen, die ungeheure Steigerung des Militärbudgets erwürgt die Wirtschaften, die Gier vieler führt zu Finanzkatastrophen, die biologischen Grundlagen werden bedenkenlos geplündert. Es macht oft den Eindruck, als ob die Mehrheit denken würde: Nach uns die Sintflut!

Aber auch das Heilende ist immer da:

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01.09.10 Prof. Ekkehart Krippendorff spricht über: „STAAT & KRIEG“
Geschrieben von: Dr. Ingeborg Gerlach (Friedenszentrum BS)   

krippendorff
(Klicken zum Vergrößern)

Ekkehart Krippendorff studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft
an den Universitäten in Freiburg, Tübingen und an der FU Berlin. 1959
promovierte er in Tübingen bei Theodor Eschenburg. 1970 wurde seine
Habilitation an der FU Berlin offensichtlich aus politischen Gründen abgelehnt,
1972 wurde er dann in Tübingen habilitiert.
1969 bis 1978 war er Professor für Internationale Beziehungen am Bologna
Center der Johns Hopkins University in Bologna (Italien). Seit 1978 war er
Professor für Politikwissenschaft und Politik Nordamerikas am John F. Kennedy-
Institut für Nordamerikastudien des Fachbereichs Politische Wissenschaft der
FU Berlin. Er war auch Gastprofessor an zahlreichen ausländischen
Universitäten.
Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff ist einer der Pioniere der Friedensforschung
und wird
am 2.9. im Institut für Sozialwissenschaften
am Bienroder Weg 97
um 19 Uhr

über das Verhältnis von Staat und Krieg
referieren.
Dazu laden wir herzlich ein!
Der Eintritt ist kostenlos.
 
01.09.10 Unheimliche Komplizen
Geschrieben von: Heinz Günther Halbeisen   


Das Gedenkstätten Forum lädt am Donnerstag den 9. September 2010 um 19.00 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Habbo Knoch in die Schillstraße ein (Details). Dr. Habbo Knoch ist Geschäftsführer der "Stiftung niedersächsische Gedenkstätten".

Das Vortragsthema "Unheimliche Komplizen. NS-Täter und die politische Kultur der Bundesrepublik", lässt aufhorchen. Es ist nur zu begrüssen, wenn Herr Dr. Knoch sich mit NS-Tätern auseinandersetzen und deren Einfluss auf die politische Kultur in der Bundesrepublik verdeutlichen möchte. Denn besonders mit den Tätern, insbesondere auch aus der Justiz, hat sich Deutschland sehr schwer getan. Kein NAZI-Blutrichter oder NS-Staatsanwalt ist jemals verurteilt worden. Im Gegenteil, sie machten in der neuen Bundesrepublik nach dem Krieg Karrieren.

Aber waren das "unheimliche Komplizen" die Filbingers? Waren es nicht "normale" Bürger, die nachweislich ohne Gefahr hätten auch anders entscheiden können? Schließlich war der Blutrichter (Bundesgerichtshof 1995) Filbinger viele Jahre Ministerpräsident in Baden-Württemberg, war bis zu seinem Tod geachtetes Mitglied der CDU und nach seinem erzwungenen Rücktritt 1978 durfte er als "honoriger Bürger" in der Bundesversammlung auch noch Bundespräsidenten wählen. Man darf gespannt sein, was Dr. Habbo Knoch vortragen wird.

 
31.08.10 Unser Braunschweig
Geschrieben von: Kristine Schmieding   

Wir mögen unsere Stadt, trotz allem. Wir mögen die historischen Plätze und die Parkanlagen, wir haben hier unsere Wohnungen und unsere Freunde - es gibt eben so etwas wie ein Heimatgefühl. So haben 94% der Braunschweiger Bürger in einer telefonischen Befragung der IFAK geantwortet, dass sie „eher“ bzw. „sehr zufrieden“ sind, in Braunschweig zu wohnen. (Chartbericht Standardmodul, Chartbericht Familien- und Demographiemodul, Chartbericht Zeitvergleich Braunschweig). Ebenso zufrieden waren allerdings auch die Bewohner der anderen 20 befragten Städte, im Durchschnitt ebenfalls 94%.

Das war auch schon bei der letzten Umfrage im Jahr 2006 ähnlich und insofern eine sichere Investition für das Stadtmarketing. So hat diese Befragung „einige interessante, wenn auch nur wenige überraschende Ergebnisse“ geliefert, über die auch die „neue braunschweiger“ am 29. August berichtete.

Als „besonders positiv“ hebt Ob Dr. Hoffmann in diesem Artikel die etwas unterdurchschnittliche Zustimmung zu der Aussage „Luftverschmutzung ist ein großes Problem“ hervor. „Nur“ noch 38 % der Befragten stimmen  dieser Aussage zu. Tatsächlich war das Thema in den letzten Jahren weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden - seit es keine Messungen am Bohlweg mehr gab. Dieser gefühlten Verbesserung stehen allerdings leider keine entsprechenden Tatsachen gegenüber. So ist schon jetzt absehbar, dass der seit diesem Jahr geltende Grenzwert für Stickoxide nun auch an der Messstation am Altewiekring wieder deutlich überschritten wird.

Wenn wir hier auch nicht „kurz vor dem Erstickungstod stehen“, wie Hoffmann über die Kritiker witzelt, so könnte man sich als Stadtoberhaupt doch mit diesem Thema etwas ernsthafter auseinandersetzen  - zumal es für ihn ja „nichts Schöneres“ gibt „als wenn die Bürger sich wohlfühlen“.
 
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