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LeserInnenbriefe
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Wir freuen uns über alle LeserInnenbriefe. Wir drucken sie ab!
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23.08.10 Tatvorwurf: Vorsätzliche Pflichtverletzung bei Schneeräumung |
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Geschrieben von: Sigrid Probst
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In dieser Stadt ist ein Un-Geist eingekehrt. Ein Geist der Intoleranz und Geldeintreiberei. Es ist empörend, wie die Stadtverwaltung unter dem Oberbürgermeister Dr. Hoffmann unbescholtene Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt unnachsichtig verfolgt.
Tatvorwurf: Sie sind vorsätzlich Ihrer Pflicht zur Durchführung des Winterdienstes nicht nachgekommen. Der Gehweg wurde nicht ausreichend
... §§ 5, 6 Straßenreinigungsverordnung vom
... (Amtsblatt) §§ 59, 109 Niedersächsisches Gesetz
, geltende Fassung. Beweismittel: Foto, Zeugen: Politesse
.
Selbstverständlich kann ich diesen Umgang der Obrigkeit (dieses Wort muss man in Braunschweig leider wieder verwenden) mit mir und über 3000 anderen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt so nicht auf sich beruhen lassen; ich hoffe, viele weitere Bürger und Bürgerinnen auch nicht. Darum schrieb ich an die Stadt, an Herrn Lange (Schreiben der Stadt und meine Antwort als PDF). Am 19.08.10 war der NDR bei mir, der zum unglaublichen Vorgehen in dieser Stadt einen Bericht sendete. Noch einmal zur Sache: Wir alle haben einen langen und harten Winter hinter uns. Die meisten Straßen waren nicht geräumt. Viele Autos setzten wegen der Spurrillen auf und wurden beschädigt. Das Eis auf den öffentlichen Verkehrsflächen wurde immer gefährlicher. Hunderte lagen mit Verletzungen in den Krankenhäusern. Es war eine Ausnahmesituation.
Natürlich gab es Diskussionen um die Räumpflichten. ALBA wurde angegriffen, und auch die Stadt wegen der ausgehandelten Verträge. Es änderte sich kaum etwas. Die privatisierte Stadtreinigung versagte offensichtlich, oder aber der Leistungsvertrag ist von der Stadt miserabel ausverhandelt worden. Die Arbeiter haben sicher bis zur Erschöpfung gearbeitet. Es war für alle eine Ausnahmesituation.
Bei Ausnahmesituationen ist immer Toleranz angesagt. Die Menschen rücken näher zusammen, sie helfen einander, haben mehr Verständnis füreinander. Und so war es im Grunde auch in Braunschweig. Nur die Stadt unter Dr. Hoffmann meint, sich anders verhalten zu müssen. Obwohl selber ihrem Räumauftrag nicht umfassend nachgekommen, wofür manch ein Bürger auch Verständnis gehabt hat, erhebt sie selbstgerecht den Zeigefinger des Oberlehrers. Anstatt mit gutem Beispiel voran zu gehen, verfolgt sie die Bürger, stempelt sie zu Tätern.
Eine Stadt lebt vom Gemeinsinn, Engagement und Solidarität der Bürger, und nicht von Paragrafen, Oberlehrergehabe und unnachsichtiger Verfolgung von Menschen, die sich in der Not untereinander helfen, so wie im letzten Winter. Aber so ist es wohl, wenn nur noch Verwaltungsjuristen den politischen Gang der Dinge bestimmen. Das lässt sich jedoch bei Wahlen ändern. |
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08.08.10 Salafisten hier in Braunschweig? |
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Geschrieben von: Sigrid Probst
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Da reibt man sich die Augen, was steckt dahinter? An zwei Tagen, am 4.8. und am 6.8. 2010, berichtet die Braunschweiger Zeitung auf der Titelseite: "Islamschule verlässt Braunschweig" und "Baustopp für Islamschule - Gegen den Umzug von Braunschweig nach Mönchengladbach regt sich Widerstand". Der Verein, noch ist es ein Verein, nennt sich "Einladung zum Paradies". Die Schule in Braunschweig gelte als eine der wichtigsten Fortbildungsstätten in Deutschland für den Salafismus. Das Ziel dieser Strömung des Islam sei, einen Gottesstaat auszurufen und sich an Regeln wie in der Frühzeit des Islam zu orientieren. Der Salafist Muhmad Ciftci steht seit einiger Zeit unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, weil die Arbeit und Inhalte im Widerspruch zu unserer demokratischen Grundordnung stehen. Nun wurde dem Verein der Boden wohl zu heiß, aber die Stadt Mönchengladbach, ausgewählt als neuer Missionsort, ist auch nicht glücklich: Es wurde schon eine Moschee gekauft und mit nicht genehmigten Umbauten begonnen. Die Stadt verhängte einen Baustopp. |
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17.07.10 Die Braunschweiger Zeitung hat einen neuen Chefredakteur |
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Geschrieben von: Sigrid Probst
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In der Mittwochsausgabe der Braunschweiger Zeitung (14.07.) wurde der neue Chefredakteur Armin Maus vorgestellt und der bisherige Übergangs-Chefredakteur Stefan Kläsener verabschiedet. Dies wurde uns unter einem großen Titel nahe gebracht: „Die Bürgerzeitung ist Ausdruck unseres Respekts vor unseren Lesern“. Die „Bürgerzeitung“ hatte schon der Vorgänger Herr Raue ausgerufen – nur, viele MitbürgerInnen fanden sich leider gar nicht mitgenommen. Die immer wiederholten moralischen Wochenend-Ergüsse paßten so gar nicht zu den Alltagssorgen und zur Entfremdung von Teilen der Bevölkerung. Alles klang reichlich vollmundig. Lieber Herr Maus: Sie kennen Braunschweig und die Zusammensetzung Ihrer Leser. Schon zwei Ihrer Artikel machten nachdenklich (Rubrik „Hintergrund“). Es gibt noch Mitmenschen, die weder prominent noch parteigebunden, aber gute Beobachter der Zustände in unserer Stadt und ebenfalls bestens informiert sind. Wie Sie wissen, sammeln sich BürgerInnen neu, und das oft in Bürgerinitiativen. Hier in unserer Stadt gab es zwei Bürgerbegehren mit einer ausreichenden Zahl von Unterzeichnern, die beide aus sehr fragwürdigen Gründen abgelehnt wurden. Vor dem von vielen Unterzeichnern als etwas „größenwahnsinnig“ und bürgerfern empfundenen „Spaßbad“ wollten die BürgerInnen warnen. Bitte versuchen Sie, auch diese mitzunehmen. |
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17.06.10 Ein neues Kompakt-Set über Viktoria Luise, Herzogin von Braunschweig.... |
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Geschrieben von: Sigrid Probst
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Am Samstag 13.6.2010 konnten wir in der NB lesen, dass Herr Henning Borek, Inhaber des Archiv Verlages, gemeinsam mit Sascha Wedde, Oneline-Marketingmanager, ein Kompakt-Set über Herzogin Viktoria Luise präsentierten. Es ist das dritte Set aus einer Serie von "Meine Stadt - Braunschweig" mit Originaltönen. Einen Teil des Textbuches hat ihr Enkel, Heinrich Prinz von Hannover, erarbeitet und die Audio-Aufnahme hat Henning Borek zusammengestellt. Er beschreibt, daß er dafür nur vier Stunden gebraucht habe, obwohl man üblicherweise zwei Tage dafür benötigt hätte. Dieses spräche für eine große Disziplin der Herzogin. Viktoria Luise sei die "Diana von Braunschweig" gewesen und habe großen Wert auf ihre Herkunft aus dem Hause Hohenzollern gelegt.
Da muss man wirklich erst einmal Luft holen. Lady Di hin oder her, sie würde sich wohl über diesen Vergleich im Grabe umdrehen. Ihr Leben wurde brutal beendet, aber bis zu ihrem Tode war sie eine warmherzige Frau, die einiges auf den Weg brachte: So hatte sie auch AIDS den Kampf angesagt und wurde oft in Afrika tätig. Im Gegensatz dazu fühlte sich die Braunschweiger Herzogin als eine Repräsentantin eines vergangenen Zeitalters, egal was geschehen war, was für Kriege geführt wurden und wie elendig arme Leute leben mussten. Durch ihre Heirat fiel der Braunschweiger Herzogthron wieder an die Welfen; das war der höchste Verdienst. 1913 zog das Paar in Braunschweig ein, nicht nur unter Zujubeln der Bevölkerung, sondern auch unter Protesten und Zwischenrufen der Bürger. Davon wird aber eher selten berichtet. Nur fünf Jahre, bis zur Abdankung des Herzogs im November 1918, sind ihnen als Herrscherpaar geblieben.
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09.06.10 Stadtgespräche - "Wie sehen wir Braunschweig 2035?" |
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Geschrieben von: Sigrid Probst
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Am 7.6.2010 fand die erste Diskussionsrunde dieser Veranstaltungsreihe der Architektenkammer Niedersachsen in Kooperation mit der Nbank im Bistro „abspann“ im Kino Universum statt. Herr Rödiger (Vorsitzender NBank Braunschweig) begrüßte die Teilnehmer; Herr Janek Wiechers (NDR) moderierte. Es wurde den Fragen nachgegangen: Wie und wo wollen wir wohnen? Welche Wünsche haben die Bewohner? Wie nehmen Außenstehende die Stadt wahr? Welche Pläne hat die Stadtverwaltung? Durch das breit angelegte Themenspektrum konnten viele Fragestellungen nur schlaglichtartig gestreift werden. Einige Kernaussagen regen aber durchaus zum Nachdenken an und werden nachfolgend in der Art eines Kurzprotokolls wiedergegeben: Frau Prof. Gabriele Kiefer, Landschaftsarchitektin aus Berlin, die auch einige Jahre in Braunschweig lebte, findet z.B. die kleinen Plätze Braunschweigs "unsensibel" ausgestaltet. Sie meint aber auch: "Das östliche Ringgebiet war schon vor 15 Jahren besonders schön." Herr Martin Hansen, Filmemacher aus Amsterdam, der in Braunschweig an der HBK studiert hat und ebenfalls seinerzeit im östlichen Ringgebiet wohnte, ist entsetzt über das Ausmaß des "Schlosses" in der Innenstadt und meint schlicht: "Für mich ist das ein Lacher. Die ganze Innenstadt ist nur noch für den Konsum gedacht." Außerhalb des Ringes ginge es für ihn entspannter zu. Herr Walter Ackers, Stadtplaner und Prof. aus Braunschweig, möchte die Stadt sozial "brauchbar" machen. Es gäbe keine Flucht- und Schutzräume im Verkehr z.B. am Bohlweg. Herr Klaus Hornung, Stadtplanungsamt Braunschweig, kann spannende Entwicklungen in Braunschweig in den letzten 10 Jahren entdecken. Zum Thema Stadthäuser am Beispiel Buchlergelände meint er: "Es braucht keine Eile." |
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